Touristische Attraktionen in der Slowakei

FESTUNG KOMÁRNO

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Komárno (Komorn) - Bereich: Donauniederung, Große Schüttinsel - Region: Donau-Gebiet

Art der Sehenswürdigkeit: Nationale Kulturdenkmäler

Das gesamte neuzeitliche Festungssystem von Komárno stellt hinsichtlich der historischen Fortifikationsbauten ein einzigartiges Denkmal dar, das mit seiner Bedeutung die Grenzen der Slowakischen Republik sowie der Ungarischen Republik weit überschreitet.
              Er war das größte und das stärkste Fortifikationsbau der österreichischen-ungarischen Monarchie. Die Spitze der westlichen Bastei der Neuen Festung trägt die Aufschrift: NEC ARTE , NEC MARTE (weder Kraft, noch Arglist). Diese Worte charakterisieren in vollem Maße den für die damalige Zeit so vollkommenen, uneinnehmbaren Fortifikationskomplex.

DIE ALTE UND DIE NEUE FESTUNG
              Dank ihrer vorteilhaften geographischen Lage des Gebietes Komárno war schon auch im Mitteralter sehr gut abzuwehren. Die archeologische Forschungen beweisen die Anwesenheit von Awaren, Kelten und Römer. Die Befestungsarbeiten, ausgeübt auf dem Gebiete der heutigen Alten Festung im 10. Jahrhundert werden im Anonymwerk von Gesta Hungarorum erwähnt. Wahrscheinlich stand da eine Erdfestung, die die Wasserströme geschützt haben: von Osten der Waag und von Süden die Donau. Die Flüsse wurden mit Wassergräben verbunden, die von der Festung nach Westen situiert waren.
              Dank ihrer außerordentlichen strategischen Lage und rechtzeitig die ausgeübene Befestigungsarbeiten konnte sich Komárno abwehren, sogar während der Zeit des Tatareneinfalls. Im Jahre 1265 der König Béla IV. verlieh der Besitzung von Komárno die städtische Privilegien und ihrer Einwohner gab er die selbe Rechte, die die Einwohner von Buda besaßen. Wir wissen, dass im Jahre 1317 hinter der Burg Matúš Čák Trenčiansky (Matthias Tschak aus Trentschin) gegen dem ungarischen König Karl Robert verwehrte.
              Am 22. Februar 1440 ist in der Festung der König Ladislaus V. (Postumus) geboren. Nach seinem Tod wurde im Jahre 1458 für den König zu Ungarn Matthäus Corvinus gewählt, der außer Wyschegrad und Buda auch in Komárno prachtvolle Renaissancepalais aufgebaut hat. In dieser Zeit blütete Komárno. Die Baumeister führten hauptsächlich die künstlerische Aspekte durch, die Vervollkommungen waren der Festung nur zweitrangig. Matthäus Corvinus hat sich hier sehr oft und sehr gern mit seinem Königshof aufgehaltet. Leider im Folge der stürmischen Geschehnissen der folgenden Jahrhunderte konnte man von diesem Märchensreichstum keine Nachweise finden.
              Am Ende des 15. Jahrhunderts hat man bewiesen, dass die mittelalterliche Festungen schon nicht mehr fähig dem Artilleriefeuer standzuhalten sind. Die Kanonerfindung an der ganzen Welt änderte radikal die Grundgesetze der Basteiaufbau. Im Falle der Komárnoer Bastei hat sich die Notwendigkeit der Modernisierung im Jahre 1527 gezeigt, wo das Heer von Ferdinand I. nach einem halbtagigen Beschießen der Bastei haben die Festung besetzt, wo sich auch Ján Zápoľský verwehrte. Der Kaiser beauftragte den Wiederaufbau der zerstörten Bastei von einem italienischen Baumeister Namens Decius. Zugleich zwischen die Bastei und der Festung haben sie auch Erdwälle aufgebaut. Die Arbeiten wurden im Jahre 1528 fertiggestellt.
              Im Jahre 1529 haben die Türken unter der Führung von Soliman II. sie belagert, sogar für eine kurze Zeit haben sie auch besetzt, denn das dortanwesende kaiserliche Heer ist fortgelaufen, und sie haben die Bastei dem Schicksal preisgegeben. Die Türken haben da in der Bastei keine Wachttruppen gelassen, so dass schon im Jahre 1530 war sie wieder in den Händen von Ferdinand I., der aber im Jahre 1535 musste den Türken sie in die Reserve geben.
Nach der Besatzung Buda von Türken im Jahre 1541 war Ferdinand I. gezwungen die Fortifikation vollkommen zu lassen und neue, mehr modern sie aufzubauen. Im Jahre 1544 erwarb er die Komárnoer Bastei zurück und er ordnete den Umbau an. Mit der Planausfertigung beauftragte er Pietro Ferrabosca, der schlug ein mehrwinkliges Bastionssystem vor. Die Mauerarbeiten richteten Giovanni Maria des Speciecasa, nach ihn Di Dalmatio Bartologi, die Wasserbaute Mathias Dusco, Venzel Cservenka und Paul Puls. Die Bauaufsichter waren: Michael Schick (1546-1550) Leonhard Müller seit dem Jahre 1550) und Francesco Benigno (nach dem Jahre 1552). Der Baumeister im Jahre 1550 war Ihon Maria de Speciecasa. Die Fortifikationsarbeiten führte im Jahre 1551 Doemico Castaldo weiter. Der Festungsaufbau dauerte zehn Jahre lang. Nach der Fransisca Benigna Meldung hat man im Jahre 1557 schon nur die Erdwälle verbessert und man hat die Wassergräber vertieft. Das Frühlingshochwasser im Jahre 1570 verursachte den Absturz von den überwiegenden Basteiteilen. Unter den persönlichen Führung von Urban Süess wurde die Festung im Jahre 1572-2592 wieder neu aufgebaut. An diesen Arbeiten mit seinen fachlichen Beurteilungen haben  Daniel Speckle und Carlop Theti teilgenommen.
              Das Jahr 1550 an dem Gedenktafel über die Pforte der Festung nach allem bezeichnet das Jahr des Portalaufbaus. Von dem Grundrissschema aus dem Jahre 1572 ist es offenbar, dass die Form der Umfassungsmauer der Verwehrungsgruppierung hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Die Festung, situierend in der Richtung nach Westen – Osten, abgeschnittet von der Stadt von Wassergräber, hatte fünf Basteien, wovon die längste (richtend nach Osten) zur Verwehrung des Zusammenflusses der Donau und der Waag diente. Die Hautpforte war näher zu der südwestlichen Bastei plaziert. Von den breiten und tiefen Wassergräber ragten sich die mächtige Kurtinen aus Stein empor. Aus der Erde, die sie von den Gräbern herausholten, haben sie die Erdwälle aufgebaut, die die Festung vor den niedrigen fliegenden Schüssen beschützte. Die Disposition der Festung war so, damit unter der Beschützung der Seitenkanonenfeuer plazierend an den auftretenden Brückenkopf sollten von den Kurtinen bedeckt werden, die ganze Breite des Wassergrabens und die Seite und die Stirn des Nachbarbrückenkopfes.
Im Jahre 1585 an der linken Ufer der Waag haben sie die Sankt Nikolaus Palisadengehege und Sankt Petrus Palisadenhgehege an der linken Ufer der Donau aufgebaut. Beide Palisaden wurden für 100 Ritter aufgebaut. Ihre Aufgabe diente für den Zurückhalt der  Offensive erwartenend von Osten und von Süden.
              Die neue und die vervollkommende und umgebaute Festung erlebte die Beslastungsprüfung im Jahre 1594, wo der Pascha von Sina mit hunderttausendköpgfigen Heer hat einen vollen Monat die Festung ohne Erfolg belagert.
              In den Jahren 1663-1664 fielen in den Händen der Türken Neuhäusel (Nové Zámky), womit sich der Verteidigungsring  durchbrach. Aus diesem Anlass Leopold I. ordnete den Aufbau von zwei Festungen an: Leopold-Festung unweit von Freystadt (Hlohovec), die dem türkischen Vordringen ins Waagtal verhindern sollten und die sog. „Neue Festung“ in Komárno.
              Der Aufbau der Neuen Festung dauerte seit dem Jahre 1663 bis 1673. Sie war an einem größeren Ausmaß als die Alte Festung, auch in der  Fünfwinkelform und ihre zwei östliche Brückenköpfe haben sich frei hinter dem Wassergraben zu den zwei westlichen Brückenköpfe  der Alten Festung angeschlossen. Von den fünf Brückenköpfe der Neuen Festung war der westliche – mittlere mit der Spitze richtend zur Stadt die größte. An Norden und an Süden von ihr waren die zwei Ravelinen situiert, von deren der südliche mit der Fallbrücke auch die Aufgabe die Hauptpforte der Festung zu schützen hatte. Der breite Wassergraben rundherum der Umfassungsmauer folgte die Form der Neuen Festung.
              Zuerst hat sie die Erdwallen aufgebaut, später den westlichen Brückenkopf und von ihn nach Süden die richtende Teile haben sie vom Festbaumaterial umgebaut. Die Arbeite haben sich auf dem Grunde der Projekte von Franz Wymes in der Hinsicht an die Erfahrungen dem meist modernen italienischen und französichen Fortifikationsarchitektur verwirklicht. Die Neue Festung wurde mit dem Text der Gedenktafel unter dem Hauptportal im Jahre 1673 vollbeendet.
              Die Alte Festung blieb in der ursprünglichen Form so, wie sie die im 16. Jahrhundert aufgebaut haben. Vor dem Haupttor der Alten Festung wurde eine unregelmäßige Ravelin aufgebaut, die den Eintritt in die Festung schützen sollte.
              Wenn Ungarn von dem türkischen Joch sich befreite, auch im Leben in Komárno fand sich ein wesentlicher Umsturz. Die Wichtigkeit der Grenzfestung und die Fürsorge um die Inbetriebhaltung der Festung ist auf das Minimum untergegangen. Das Erdbeben im Jahre 1783, dessen Epizentrum unweit der Festung war, siegelte ihren Schicksal. Die Armeehauptmannschaft beschließ, dass die Reparatur der Festung wäre nicht mehr rentabel und sie hat
ihr Heer abkommandiert. Das Grundstsück der Festung schenkte Kaiser Joseph II. der Stadt und die Gebäude wurden im Jahre 1784 an der Versteigerung verkauft.
              Die Kriegsergebnisse in den Jahren 1800-1805 richteten die Aufmerksamkeit der österreichischen Kriegsführung wieder an Komárno zurück.  Im Jahre 1807 die Militäringenieure machen Aufklärungen, sie werwirklichen die benötigte Aufmesssungen, sie bereiten die Pläne vor und sie renovieren die Zetralfestung. Aus dieser Angelegenheit bauen sie vom Ziegel auch die nordwestliche Flügel der Neuen Festung aus.  Die Arbeite haben sich am 20. August 1808 begonnen und noch in dem selben Jahr am 4. September waren die auch vollbeendet. Die große Eile war wirklich notwendig, denn schon im folgenden Jahr war die renovierende Festung der Zufluchtsort des Herrscherhofs vor Napoleon, der Wien besaß. Im Jahre 1810 auf dem Hofplatz der Neuen Festung wurde eine riesige Kaserne in der Form „U“ aufgebaut, parallel mit den Kurtinen an ihrer südlicher Seite im Jahre 1815 die Hauptmannschaftsgebäude.
              In den Jahren 1827-1839 wurde die Alte Festung umgebaut. Bei der Erhaltung der Umfassungsmauer der Festung haben sie die Kasemattenräume in Kurtinen aufgebaut, sowie auch die Kasemattenkanonstellung in den Basteien.
              Die Zentralfestung spielte auch eine bedeutende Aufgabe in den Jahren 1848-49 ab, wo man hier erfolgreichlich das ungarische Revolutionsheer, unter dem Kommando von General Klapka sich verteidigte, noch über einen Monat nach der Niederlage der Hauptrevolutionskraft beim Világoschi.
              Bis Ende des 19. Jahrhunderts baute man in Komárno das größte Fortifikationssystem der österreichischen-ungarischen Monarchie aus, der sollte für zweihunderttausend köpfige Armee dienen. Die Einzelne Befestigungslinien sind die Zentralfestung (die Alte und die Neue Festung), die Waagvorbrücke, die Donauvorbrücke, die Palatinallienie, die Waaglienie, die Monostorfestung und die Igmandfestung. Am Ende des 19. Jahrhunderts dienen sie schon nicht der wirksamen Verteidigung, sie werden veraltet und sie gehen herunter.
              Die Zentralfestung diente auch im 20. Jahrhundert für die Zwecke der Armee. Zuerst als Kasernen der Tschechoslowakischen Armee, dann im Jahre 1968 benutzte sie die sowjetische Armee und in den Jahren 1993-2003 nutze sie die Armee der Slowakischen Republik aus. Im Jahre 2003 hat die Alte und die Neue Festung die Stadt Komárno abgekauft, damit man mit der Rekonstruktion, Revitalisation und der Präsentation der Denkwürdigkeit anfangen könnte.
Das umfangreiche Fortifikatiossystem, befindend in der Gegenwart auf dem Gebiete der zwei Ländern, der Slowakischen Republik und der Unagrischen Republik hat alle Attribute  der Weltbedeutung und sie verdient damit sie unter UNESCO, als Welkulturerbe geschützt zu sein.

 

 

 

Besichtigungsordnung und Eintrittspreise


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